Unsere Philosophie

Wir verstehen uns selbst als Gemeinschaft, in der die Mitglieder einander einladen und ermutigen, die jeweils individuellen Potentiale zu fördern und weiter zu entwickeln. Wir möchten unseren Kindern und Jugendlichen eine Atmosphäre schaffen, in der sie mit Freude lernen können – jeder in seinem Rhythmus und so, wie es für ihn persönlich gut passt. Dabei sind uns die folgenden Punkte besonders wichtig

1. Das Pferd als (Lern-)Partner

Unsere Pferde helfen uns, das Reiten und Voltigieren zu erlernen – na klar! Aber darüber hinaus stehen sie uns auch als guter Freund, Coach, Ratgeber, starke Schulter zum Anlehnen und vieles mehr zur Seite!

Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass wir unseren Pferden so viel wie möglich zurückgeben – eine artgerechte Haltung, gutes Futter, regelmäßige Besuche von Tierarzt, Zahnarzt, Osteopathin und Co. Wertschätzung ist uns im Umgang mit unseren Pferden besonders wichtig und das vermitteln wir auch unseren Kleinsten.

2. Kinder brauchen Raum und Zeit für Entwicklung

„Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“ – diese alte Weisheit gilt auch für Vertrauensbildung und die Entwicklung körperlicher, mentaler und sozialer Fähigkeiten.  Die allermeisten Kinder kommen aus der Liebe zum Pferd mit ganz viel Begeisterung in den Pferdesport. Nicht selten treffen sie dort auf Druck und übersteigerten Ehrgeiz, während diese enormen Ansprüche selten die der Kinder sind. Unter diesen Bedingungen kann kein Kind nachhaltig lernen und oft stehen dem auch die körperlichen Entwicklungsphasen der Kinder im Weg.

Deshalb wollen wir immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es um das Kind als Individuum geht. Kinder durchlaufen schnell aufeinander folgend verschiedene körperliche und mentale Entwicklungsphasen, siehe dazu hier. Jedes Alter bringt für das Kind Herausforderungen und Möglichkeiten mit – diese zu berücksichtigen und das Kind individuell zu fördern sehen wir als Grundlage unserer Unterrichtsgestaltung. Dazu gehört auch, dass nicht aus jedem Kind der nächste Olympiareiter oder Turniervoltigierer wird – aber in jedem unserer Kinder steckt ein großer Pferdefreund!

3. Ganzheitlich, nachhaltig und handlungsorientiert

Dass zum Reiten und Voltigieren noch mehr gehört, als nur das Reiten und Voltigieren selbst, ist den meisten Kindern und Eltern durchaus bewusst – man muss das Pferd ja auch putzen, ggf. satteln und trensen, ist klar! Aber auch darüber geht Reiten und Voltigieren weit hinaus.  Die eigenen Besonderheiten zu kennen und ein gesundes Selbstbewusstsein zu haben, die anatomischen Grundlagen des Pferdes zu kennen und eine Idee von biomechanischen Abläufen zu entwickeln, selbst Koordination, Feinmotorik und Ausdauer zu besitzen – all das und vieles mehr hilft unserem kleinen Pferdefreund, mit der Zeit immer mehr Zusammenhänge zu erkennen und selbständiger zu werden.

Deshalb ist es uns wichtig, dass wir den Kindern eine breite Basis aus Fähigkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen bieten. Manchmal muss man dafür auch über den (vermeintlichen) Tellerrand blicken.

4. Eine solide Basis als Wegbereiter

Wir bereiten unseren angehenden Pferdefreunden eine gute Grundlage aus physischen, mentalen, sozialen und fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Physische Entwicklungsmöglichkeiten durch:

  • unterschiedlichsten Bewegungserfahrungen
  • altersgerechte Bewegungsvielfalt
  • Förderung von Beweglichkeit, Koordination, Kraft, Balance, Ausdauer

Mentale Entwicklungsmöglichkeiten durch:

  • Förderung von Empathie und einem „Gefühl für das Pferd“
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens
  • Förderung von Eigenständigkeit, Handlungsfähigkeit
  • Resilienz

Soziale Entwicklungsmöglichkeiten durch:

  • Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft
  • Förderung der Kommunikationsfähigkeiten und Wertschätzung
  • Verantwortungsbewusstsein

Fachliche Entwicklungsmöglichkeiten durch:

  • Thema Pferd
  • Thema Physiologie und Anatomie des Menschen und des Pferdes
  • Thema Natur und Umweltschutz
5. Tierwohl ist mehr als artgerechte Haltung

Den Bedürfnissen des Pferdes nach Bewegung, frischer Luft, Tageslicht, Abwechslung und vor allem Sozialkontakt kommen wir in unserem großen Offenstall mit Weideflächen nach, wo die Pferde sich ganzjährig im festen Herdenverband und bei jedem Wetter frei und autark bewegen können.

Auf der großen Sandfläche können die Pferde jederzeit nach Lust und Laune spielen und toben, sodass sie uns in den Unterrichtszeiten als ausgeglichene, zufriedene und leistungsbereite Partner zur Seite stehen. So begleiten Sie uns auch auf Turniere und Wettkämpfe, wo sie zeigen, dass sich Tierwohl und Sport vereinbaren lässt.

6. Liebe Eltern, ihr seid wichtig!

In kaum einem Sport sind die Kinder so abhängig von der Unterstützung ihrer Eltern, wie im Pferdesport. Von finanziellen Dingen einmal abgesehen, müssen die Kinder meistens gefahren werden, was natürlich auch Zeit bindet. Trotzdem fördern und unterstützen viele Eltern ihre Kinder gerne, manchmal herrscht aber Unsicherheit darüber, was die Kinder „schon können sollten“. Daraus entwickelt sich manchmal Druck, der gar nicht nötig oder gar kontraproduktiv ist.

Deshalb ist es uns wichtig, immer auch die Eltern einzubinden und einen offenen Dialog zu pflegen. Die Eltern sollen den Stand ihrer Kinder richtig einschätzen und Lernfortschritte begleiten können. Dafür stehen wir euch gerne mit Rat und Tat zur Seite.